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Checkliste Kündigung des Arbeitsverhältnisses

Wenn Sie seitens Ihres Arbeitgebers eine Kündigung erhalten haben und Ihnen Ihr Arbeitgeber im Zusammenhang mit einer Kündigung Schriftstücke zur Unterschrift vorlegen, beachten Sie bitte:

  • Sie müssen Quittungen für Geld und Arbeitspapiere unterschreiben. Unterschreiben Sie nichts, dessen Inhalt Ihnen auch nur im geringsten unklar ist. Sie können Sätze, die über einen reinen Quittungstext hinausgehen, streichen. Sie können Ihre eigenen Formulierungen verwenden und brauchen sich nicht auf die des Arbeitgebers einzulassen.
  • Bitte achten Sie darauf, dass sich Erklärungen gegenüber Ihrem Arbeitgeber später auch nachweisen lassen (Schreiben per Einschreiben/Rückschein mündliche Erklärungen unter Zeugen)
  • Wenn Sie eine Kündigung erhalten haben melden Sie sich unverzüglich, spätestens am ersten Tag nach einer fristlosen Kündigung bzw. am ersten Tag nach dem Ablauf einer Kündigungsfrist beim Arbeitsamt arbeitslos.
  • Wenn Sie zum Zeitpunkt der fristlosen Kündigung bzw. dem Ablauf der Kündigungsfrist krank sind, gelten folgende Besonderheiten: Sie beantragen in diesem Fall nicht Arbeitslosengeld, sondern Krankengeld bei Ihrer Krankenkasse.
  • Melden Sie sich dann beim Arbeitsamt arbeitslos sobald abzusehen ist wann die Krankheit endet, spätestens am ersten Tag, an dem Sie nicht mehr arbeitsunfähig krank sind.
  • Sie sollten ferner auch Ihren Arbeitgeber über die Dauer und das Ende Ihrer Krankheit informieren und ihn auffordern, Ihnen Arbeit zuzuweisen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Sie auch bei einem gewonnenen Prozeß kein Arbeitsentgelt für diese Schwebezeit bekommen.
  • Generell empfiehlt es sich, unmittelbar nach dem Erhalt einer Kündigung eine anwaltliche Beratung in Anspruch zu nehmen.
  • Insbesondere auf Grund der kurzen Fristen, die im Kündigungsschutzrecht zu beachten sind. So muß eine etwaige Kündigungsschutzklage spätestens drei Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung bei dem zuständigen Arbeitsgericht eingereicht werden.
  • Auch ist es dringend notwendig sich über den etwaigen Verfall von arbeitsvertraglichen Ansprüchen anwaltlich beraten zu lassen.
  • Ansprüche aus dem Arbeitsvertrag, insbesondere auch Vergütungsansprüche, können nicht mehr geltend gemacht werden, wenn die geltenden Ausschlussfristen nicht gewahrt wurden.

Achtung - Kleingedrucktes:
Die sämtlichen vorgenannten Angaben erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, können allenfalls als Anhaltspunkte dienen und ersetzen keine anwaltliche Beratung.